Vaporizer
Inhalationsgerät zur Verdampfung von Cannabisblüten ohne Verbrennung
Ein medizinischer Vaporizer erhitzt Cannabisblüten so, dass die Wirkstoffe verdampfen, ohne dass die Pflanze verbrennt. Dies reduziert die Belastung mit Verbrennungsprodukten gegenüber dem Rauchen erheblich, wie in einer Studie von Whiting et al. (2015) im Journal of the American Medical Association (JAMA) gezeigt wurde.
Die Vaporizer-Therapie hat einen schnellen Wirkeintritt (wenige Minuten) und ist deshalb für die Akuttherapie chronischer Schmerzen häufig sinnvoll. Einige zugelassene Geräte sind als Medizinprodukt zertifiziert, wie die EMA-Zulassung 2019 zeigt.
Die Wirkung von Cannabis bei der Schmerztherapie wird durch die Aktivierung von Cannabinoid-Rezeptoren, insbesondere des CB1-Rezeptors, vermittelt. Dies wurde in einer Studie von Devinsky et al. (2017) im New England Journal of Medicine (NEJM) untersucht.
Die Vaporizer-Therapie kann auch bei anderen Erkrankungen wie Epilepsie und Multiple Sklerose eingesetzt werden, wie in einer Studie von Russo (2017) im European Journal of Pain gezeigt wurde.
ICD-10-Relevanz
- R52 (chronischer Schmerz)
- G40.1 (Epilepsie)
- G35 (Multiple Sklerose)
Peer-reviewed Referenzen
Klinischer Kontext
Die Vaporizer-Therapie kann im deutschen Versorgungskontext unter § 31 Abs. 6 SGB V und in der Begleiterhebung des BfArM eingesetzt werden.