Epilepsie
Bei Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom ist CBD (Epidyolex) als Antiepileptikum zugelassen. Bei klassischer Epilepsie ist die Evidenz schwächer; Cannabis kommt als Add-On bei Therapieresistenz in Frage.
Auch bekannt als: Anfallsleiden · Krampfleiden
Prävalenz
~600.000 Betroffene in Deutschland
Typische Cannabis-Form
Epidyolex (CBD-Fertigarznei) oder reines CBD-Öl
Referenzierte Studien
- Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome
Devinsky O, et al. · 2017
Originalquelle ↗ - Cannabidiol in patients with seizures associated with Lennox-Gastaut syndrome (GWPCARE4): a randomised, double-blind, placebo-controlled phase 3 trial
Thiele EA, et al. · 2018
Originalquelle ↗ - Systematic review: Efficacy and safety of medical marijuana in selected neurologic disorders
Koppel BS, et al. · 2014
Originalquelle ↗
Cannabis-Therapie für Epilepsie starten
Wenn du nach Standardtherapie weiterhin Beschwerden hast, kann eine Cannabis-Therapie über einen Telemedizin-Anbieter geprüft werden. Der Wizard schlägt einen passenden Anbieter vor.
Häufige Fragen
Ist Cannabis bei Epilepsie (G40) zugelassen?
Cannabis ist in Deutschland für die meisten Indikationen off-label oder im Rahmen des Cannabisgesetzes verschreibbar, wenn Standardtherapien nicht ausreichen. Für Epilepsie gilt die Bewertung: Etabliert — Bei Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom ist CBD (Epidyolex) als Antiepileptikum zugelassen. Bei klassischer Epilepsie ist die Evidenz schwächer; Cannabis kommt als Add-On bei Therapieresistenz in Frage.
Welche Cannabis-Form wird bei Epilepsie typischerweise verschrieben?
Epidyolex (CBD-Fertigarznei) oder reines CBD-Öl
Übernimmt die Krankenkasse die Cannabis-Therapie bei G40?
Eine GKV-Erstattung kommt in Frage, wenn alle relevanten Standardtherapien ausgeschöpft sind und der ärztlich begründete Antrag genehmigt wird. In der Praxis erfolgen die meisten Cannabis-Verschreibungen heute privat über Telemedizin-Anbieter.
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Hinweis: Diese Seite ist redaktionell erstellt und kein medizinischer Rat. Eine Cannabis-Therapie sollte stets in Abstimmung mit einer behandelnden Ärzt:in erfolgen. Die ICD-10-Nomenklatur folgt der ICD-10-GM 2024-Version.